reflections

Himmelig

Keine Ahnung wie ich auf dieses Wort komme... Schreibe mit F. Wir waren heute auf der Kirmes. Sie und ich mal wieder zusammen. Es hat gut getan. Ich hab sie inzwischen ziemlich gerne. Habe I angerufen... Wir sind seit Sonntag zusammen. Es ging alles so schnell. Er klang genervt. Wisse noch nicht, ob er nächste Woche Samstag Zeit hätte. Ich frag mich, was los ist. Er wollte doch, dass ich anrufe.

Denke in letzter Zeit oft daran, was wäre, wenn ich sterben würde. Nicht Selbstmord, nein, davon rede ich gar nicht. An einer plötzlichen Krankheit oder so. Frage mich, wie sich die Leute an mich erinnern würden. Wären es gute Erinnerungen? Schlechte? Ich versuche neuerdings, alles so gut zu machen wie ich kann. Und trotzdem einfach zu leben. Als wäre es mein letzter Tag. Ich weiß, dass es so schnell passieren kann.

Angst vor dem Tod? Natürlich habe ich sie. Heute als wir zur Kirmes gingen dachte ich:"Das könnte das letzte Mal sein!" und ich nahm F an der Hand und rannte den Hügel hinunter. Leben. Einfach nur leben. Und in Erinnerung bleiben. In GUTER Erinnerung. Ich möchte, dass die Leute an mich denken und lächeln.

Es war ein gutes Gefühl. Das rennen. Ich fühlte mich leicht. So leicht. Als könnte ich fliegen. Als könnte ich ALLES. Ich war restlos glücklich. Solche Momente sind selten. In denen man keine Sorgen hat. Einfach nur glücklich ist und lebt. So ein Moment war auch Sonntag mit I am Rhein. Wir lagen halb in der Sonne, halb im Schatten. Hatten Spaß. Und auf einmal nahm er meine Hand. Oder Montag, der Moment bevor er mich zum ersten mal küsste. Oder der, in dem J endlich aussprach, dass wir Freunde sind. Kleine Dinge die viel mehr geben als große. Sowas.

Ich spüre noch die Sonne auf meinem Gesicht. Rieche noch den Duft von Zuckerwatte, gebrannten Mandeln und gemähtem Gras. Und habe dieses Gefühl in mir. Himmelig. Genau das ist es. Himmelig.

18.7.07 22:29, kommentieren

Langeweile, Langeweile, Langeweile

Den ganzen Tag über war mir langweilig. Ich hatte keine Ahnung, was ich tun soll. Kaum hatte ich mich bei dem schönen Wetter mit einem Buch nach draußen gesetzt, zog es sich zu und fing an zu regnen. Typisch.

Dann habe ich noch Saptos traurige Mail gelesen (Sapto ist mein Emailfreund aus Indonesien)... Ich weiß nicht, ob ich es richtig verstanden habe, jedenfalls ging es darum um einen Typen mit Spitznamen Grave und seine Schwester. Und um ihn, war ja klar. So geweint habe ich lange nicht mehr. Aber Grave... Ein komischer Spitzname. So weit ich weiß bedeutet er doch Grab?!

Heute in genau 6 Wochen ist J weg... Ich habe Angst.

14.7.07 21:14, kommentieren

Freitag der 13.

Mir war gar nicht bewusst, dass heute Freitag der 13. ist, bis ich es in den Nachrichten gesehen habe. Allerdings hätte es auch nichts  geändert, wenn ich es früher gewusst hätte. Ich bin froh, dass ich heute mal Zeit nur für mich alleine hatte...

Ich konnte endlich mal in Ruhe in die Bibliothek und mir einen Stapel Bücher ausleihen. Zwei davon hab ich auch gleich schon durchgelesen. Eigentlich hätte ich endlich mal mit dem Lernen anfangen sollen, aber wenn ich ehrlich bin habe ich nicht so richtig Lust auf Lateinvokabeln und Grammatik. Auch wenn ich es wahrscheinlich (und da haben meine Eltern leider recht) nötig hätte.

Aber was solls? Die Ferien gehen noch drei Wochen, irgendwie werde ich es schon schaffen. Und wenn nicht, dann nicht.

Da habe ich heute also meinen Tag alleine genossen. Auch wenn ich mich im Prinzip darüber gefreut habe, hatte ich doch die ganze Zeit die leise Ahnung, dass ich auf einen Anruf warte. Der natürlich nicht gekommen ist. Der Anruf, er kommt nie. Wieso sollte er auch? Ich warte ja drauf.

Und so hatte ich genügend Zeit dazu, mir Gedanken zu machen. Hauptsächlich darüber, was in sechs Wochen sein wird. Dann wird J weg sein. Für fünf Monate. Nach Kanada. Und ich hier. Alleine. Er hat versprochen, mir zu schreiben. Gestern, bei unserem Treffen. Wie froh war ich, ihn zu sehen... Nach drei Wochen. Ich habe ihn schrecklich vermisst. Wie wird das nur, wenn ich ihn fünf Monate nicht sehe? Aber er war gestern so komisch. Ich mache mir Sorgen. Dabei könnte ich stolz auf mich sein, habe ich es doch endlich geschafft, mich zu überwinden, und ihn zu umarmen.

Allein hat er gewirkt. Traurig. Und einsam. Sehr einsam.

Du

Einsam siehst du aus.
Irgendwie. Traurig.
Wieso weiß ich nicht.

Redest selten. Noch seltener über dich.
Wirkst alleine. Hilflos.
Alles in Ordnung. Mehr sagst du nicht.

Eine Mauer. Um dich.
Zu hoch. Zu breit. So scheint es mir.
Aber vielleicht. Vielleicht.
Stürzt sie ein. Irgendwann. Vielleicht.

©by Rani 12.7.2007

13.7.07 21:25, kommentieren



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